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  Critics cleines Blog - wie die amerikanische Axt im Waldi
Sonntag, 28. März 2010
funny pictures of cats with captions
ICANHASCHEEZBURGER

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Donnerstag, 25. Februar 2010
Sah es kurzzeitig so aus, als ob die Parteien nach der Wahl zu einer Umkehr in der Debatte zur Kontrolle des Internets bereit seien, stellt sich das mehr und mehr als Vernebelungstaktik heraus. Die schwarzgelbe Ablehnung des Zensursulagesetzes scheint angesichts des Gegenwindes rein populistisch motiviert gewesen zu sein. Denn nun kristallisiert sich heraus, daß man leiderleideraberwas- sollmanmachen gezwungen ist, das Gesetz doch umzusetzen. Die Opposition hat zwar ein Aufhebungsgesetz eingebracht und wie reagiert die Regierung? "Zustimmen kann sie aber naturgemäß nicht." Und einen eigenen Antrag einbringen auch nicht. Entschuldigung, für wie blöde hält man mich eigentlich?

Unterdessen kommen von der CDU Anzeichen, daß das Verfahren ausgebaut werden soll. Den Vogel schießen mal wieder die Piraten ab. Freuen sich, daß sie von Roland Koch zum Kaffee eingeladen wurden und merken nicht mal, daß sie seine ausländerfeindlichen Sprüche unkommentiert kolportieren. Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten. Egal, die sind eh für mich gestorben, da sie kaum politische Reflektionsfähigkeit aufweisen.

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Mittwoch, 24. Februar 2010

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Dienstag, 23. Februar 2010
Ich wollte wirklich nichts über das Gesuppel zu Frau Hegemann schreiben. Sie ist mir egal, als Mensch und als Schriftstellerin, und ich würde ihr Verhalten einfach unter J wie Jugenddummheit abheften. Denn mindestens dumm ist nicht nur, was sie getan hat, sondern auch wie sie auf die Kritik reagiert hat. Aber was soll man von einer Siebzehnjährigen erwarten, wenn die Redaktionsopas Elogen in ihre medialen Bärte mümmeln, weil sie zu verklemmt sind, sich den Schulmädchenreport - Was Eltern nicht für möglich halten anzu- schauen? Eben.

Leider kann ich nicht den Auftritt von Durs Grünbein ignorieren. Büchner-Preisträger Grünbein, wie die FAZ nicht müde wird zu betonen. Der stellt fest, daß das Plagiat gar keine Frage des Rechts und erst recht keine der Gesinnung ist, sondern eine Frage des persönlichen Überwältigtseins. Da hat er aber der Content- verwertungsindustrie eine mächtige Schlappe in der Frage nach dem Urheberrecht geschlagen! Zu dumm wiederum für Robert Henderson, daß sein Richter Fernando J. Gaitan offensichtlich nicht ausreichend überwältigt war und ihn für das Abfilmen von The Dark Knight zwei Jahre ins Gefängnis steckte. Durs Grünbein rät: Nächstes Mal sauberere Kopien produzieren, damit der Richter emotional ausreichend mitgenommen wird.

Aber gut. Von solch profanen Nichtigkeiten müssen unsere nationalen Superdenker wie Durs Grünbein nichts wissen. Schauen wir also auf den Text, das sollte doch wohl das Metier sein, mit dem Leute wie er sich auskennen. Der Plagiatsvorwurf sei nach Grünbein sinnlos, weil: "Es wäre genauso richtig und genauso sinnlos zu sagen, das Auge habe das Protoplasma bestohlen oder die Träne die Elemente, weil sie Chlornatrium enthält." Oha. Das sitzt. Helene Hegemann ist also Auge und Träne zugleich. Aber Protoplasma? Die letzten hundert Jahre verschlafen und deshalb ist der Begriff Zytoplasma nicht ganz so geläufig? Und selbst wenn: Was soll uns das sagen? Die plagiierten Stellen sind Hegemanns inhärenter Anteil gewesen, so wie das Zytoplasma Teil der Zellen des Auges ist? Ganz groß natürlich, wie einem en passant noch die neue chemische Nomenklatur vermittelt wird, nach der Natriumchlorid nun ein bißchen anders heißt. Da spielt es fast schon keine Rolle mehr, daß in der Tränenflüssigkeit das Salz in Lösung geht und deshalb Natrium- und Chloridionen, aber nicht Natriumchlorid, Entschuldigung, Chlornatrium darin zu finden ist.

Aber ich schweife ab, bleiben wir lieber bei den harten Fakten, "die ohne Raum und ohne Atem sind". Oder waren es doch nicht eher Sphären, die ohne Zeit und ohne Gedanken sind? Wer weiß das schon bei einem Buch, "das jenseits der Nachprüfung steht". Warum muß, ach, was sage ich da, darf man auf keinen Fall etwas hier nachprüfen? Genau: Weil "jeder Satz und jeder Dialog durchatmet und durchströmt wird von der Inspiration einer großen Schöpferin". Kein Problem, daß vier Absätze vorher der Plagiatsvorgang noch als träge und tolpatschig bezeichnet wurde - he, ich bin Denker, ich kann mich doch nicht mehr daran erinnern, was ich vor zehn Minuten geschrieben habe! Viel eklatanter ist doch Grünbeins vollkommene Verkennung der Sprachbanalität, die sich zum Beispiel in Hegemanns Replik auf Buchmarkt artikuliert. Was da strömt und atmet, macht nämlich auch aus meiner Supermarktkassiererin eine große Schöpferin.

Offensichtlich haben sich hier zwei gesucht und gefunden. Man weiß nicht, ob Helene Hegemann es nicht letztendlich peinlich ist, wie sich Grünbein an sie ranwanzt. Aber er genießt ihre geistige Nähe. Vermutlich wegen Sätzen wie "Ich bin nur Untermieter in meinem eigenen Kopf." Au fein, denkt sich Grünbein, das geht mir genauso. Schade nur, daß die Wohnung so leer ist.

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Samstag, 20. Februar 2010
Gestern eine schöne englische Redewendung kennengelernt:

There's enough room to swing a cat.

No animals were harmed in creating this phrase. Only hoomens.

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Montag, 15. Februar 2010
Die Berlinale ist noch in vollem Gange, da erscheint schon das nächste Licht am Horizont. Das Programm des Londoner Lesbian & Gay Film Festivals wurde online gestellt. Der Startschuß ertönt am 17. März, Vorverkauf für BFI Mitglieder beginnt am 19. Februar, für alle anderen eine Woche später.

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Samstag, 13. Februar 2010
Ein Programmhinweis auf eine Dokumentation über street art Künstler: arte zeigt am 25. März den Film Street art the ephemeral rebellion.

DirektFlüchtigkeit


Ein wenig stößt mir die Titelzeile "In a world beyond Banksy there is more to discover" auf. Die Glorifizierung von Banksy, die Personalisierung und Reduzierung der Streetart-Kultur auf ihn, ist nicht seiner Haltung zuzuordnen, sondern immanenter Teil des kapitalistischen Kulturbetriebes. Insofern greift man hier den Falschen an, weil er sich stets gegen die spekulative Verwertung seiner Kunst gesträubt hat. Aber vielleicht ist auch diese Zeile nur wieder eine Finte der Aufmerksamkeitsstrategen und durch nichts in der Dokumentation gedeckt.

via just.blogsport

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Mehr Stars, mehr Glamour, mehr Sponsoren! Wem Kosslicks Attitüde am Allerwertesten vorbeigeht, dem sei gesagt, daß es natürlich auch Blogs gibt, die sich der Berlinale-Berichterstattung widmen. Thomas Groh veröffentlicht in seinem filmtagebuch Berichte über seine Erlebnisse in und vor den Kinosälen. Ebenfalls schreibt er, neben Ekkehard Knörer, Lukas Förster u.a., im Blog des perlentauchers. Auch der epd filmdienst hat ein Blog eingerichtet, das dieses Jahr sogar funktioniert. Mit dabei sind u.a. wieder Stefan Höltgen und Jörg Buttgereit.

Helene Hegemann, Stefan Höltgen, Jörg Buttgereit (v.l.n.r.)

Edit: Noch nachzutragen bleibt, daß die Eröffnungen der Berlinale seit Kosslicks Amtsantritt immer prunkvoller werden. Wenigstens der Bär taucht noch auf inmitten des glitzernden Getümmels.

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