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  Critics cleines Blog - wie die amerikanische Axt im Waldi
Mittwoch, 27. Januar 2010
Ich bin nicht erst seit gestern ein Freund der schwedischen Combo The Knife. Bekanntermaßen Brüderlein und Schwesterlein, produzierten die beiden zwei ausnehmend feine Platten, die zwischen Eingängigkeit und Eklektizismus mäanderten. Überraschend für mich, weil ich etliche ihrer Lieder sehr mochte, aber lange Zeit nicht mitbekam, daß das alles ein Oeuvre darstellt. Am bekanntesten dürfte sicherlich Heartbeats sein, das schönere Video hat aber unzweifelhaft Pass this on spendiert bekommen:

YoutubeDirektPass

Im letzten Jahr hat Karin, ihres Zeichens Schwester von Olof, ein Soloprojekt unter dem Namen Fever Ray gestartet. Enorm erfolgreich war es: Konnte man beim ersten Konzert noch locker Karten an der Abendkasse erhalten, war das Folgende einige Monate später schon ewig vorher ausverkauft. Ich muß gestehen, daß ich aufgrund der gleichnamigen CD annehme, daß Karin den kreativen Kopf des familiären Duos darstellt. Das scheint nicht ganz falsch zu sein, wie man ihrer originellen Dankesrede bei den schwedischen Bambi-, Echo- oder Wasweißichverleihung entnehmen kann. Ich warte auf ihren nächsten Coup.

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Sonntag, 22. November 2009
Das Befeuchten der Hosen dürfte sich allerdings auf männliche Mitmenschen um die 40 herum beschränken, weil sie nostalgisch bedauern, daß es das 8bit Spiel im Musikvideo von Flairs nicht in ihrer Jugendzeit gab. Im Zeitalter der Handyvideos kann man vermutlich keine pubertäre Phantasie mehr damit beflügeln.


VimeoDirekt8bitten

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Samstag, 26. September 2009
Lily Allen hat sich mächtig mit ihrem Kreuzzug gegen die Raubmordkopierer in die Nesseln gesetzt. It's not alright war Titel und Tenor ihres Blogs, in dem sie und andere Künstler die offizielle Meinung der Musikindustrie ausposaunten, die Verbreitung von Musik im Internet drücke den Künstlern die Luft ab. Absurd für mich war daran, daß ich von Lily Allen nur dank jenes knuffigen illegalen Videos gehört und mir daraufhin erstmalig eine ihrer CDs gekauft hatte. Absurd für alle war hingegen, daß Lily Allen in einer Suada über 50 Cent herzog, der die digitale Weitergabe als Teil eines erfolgreichen Marketings ansieht, das Verkäufe von CDs und Konzerttickets beliebter Musik fördert. Nun, nicht ihre Suada an sich war absurd, darüber ließe sich streiten, sondern daß sie jene von techdirt kopiert und unter ihrem Namen gepostet hatte. Als sie darauf hingewiesen wurde, war das natürlich ein ganz anderer Kopiervorgang als bei Musikliebhabern. Offenbar war ihr trotz des Rückhalts von Murdoch & Co irgendwann klar, daß ihre Attitüde damit gänzlich diskreditiert war; das Blog ist nach einer Woche wieder verschwunden. Auch aus dem Google Cache.

Nun könnte ich hier noch mal von allen Argumente berichten: von der Sinnlosigkeit, dem Kopieren Einhalt zu gebieten; von der Zeit, als die Musikindustrie froh war, mit der CD ein leicht kopierbares neues Medium zu haben; von der Leichtfertigkeit der Rechnung x Downloads = x Verkäufe; von der Dreistigkeit der Abmahnindustrie; von dem Unsinn, eine Plattenfirma würde einen Künstler nicht fallenlassen, wenn der keine Verkäufe bringt; von den wesentlichen Faktoren für meine Käufe - interessante Musik, geregeltes Einkommen, Verfügbarkeit im mp3-Laden meines Vertrauens. Aber wozu sich die Arbeit machen, wenn es jemand anders schon tat? Und noch dazu unterhaltsamer rüberkommt?

DirektOffenerBrief
via p2pnet & netzpolitik.org

Update: Noch besser ist nur, daß laut techdirt auf Lily Allens Seite Musikstücke herunterladbar sind, für die sie keine Verwertungsrechte hat. Die schärfsten Kritiker der Elche ... naja, Sie wissen schon.

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Freitag, 4. September 2009
Wenn man sich aufmacht ins Wochenende, denkt man, dies wäre schon immer so gewesen. Das Aufbrezeln. Die Drogen. Das Geldausgeben. Das Elektrogewummer.

Stimmt nicht. Die hier wurden nicht umsonst als Funkpunkgruppe bezeichnet. Passend zum Lied der Ton wie aus einem alten Monokassettenrekorder. Von Mitneidbekundungen der Nichtdabei- gewesenen bitte ich abzusehen.

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Mittwoch, 3. September 2008
Ok, ich weiß, daß Joanna Newsom *bread* singt. Aber die Änderung paßt so schön ins Lied, wie selbiges in die Schlüsselszene von The Strangers sich einfügt. Wem nicht ein wohliger Schauer beim folgenden Lied über den Rücken läuft, der muß sich wohl oder übel Bryan Bertinos Film einmal ansehen.


Youtube Direktgänsehaut

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Samstag, 23. August 2008
Das Schlagstromfestival wurde letztes Wochenende zum fünften Mal im Bermuda-Dreieck von Noise, Industrial und Elektrogewummer gesichtet. Für alle, die selbstverschuldet nicht dabei waren, hier die Fotozusammenstellungen auf flickr und bei den Nachtagenten.

Copyright GAndy_EA
Catholic boys in heavy leather waren neben Beinhaus die Höhepunkte am Freitag

Update: Weitere Fotos sind von der5spezialist bei flickr eingestellt worden.


Copyright der5spezialist

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Montag, 28. Juli 2008
Die Achtziger Jahre waren musikalisch gesehen eine schwere Zeit; nicht gerade arm an guilty pleasures, wobei meist die Betonung auf guilty lag. Schlimme modische Vergehen kombiniert mit simpler Popmusik. Ich könnte jetzt natürlich nachträglich was zurechtlügen, warum man damals so seltsam aufgebrezelte Nichtskönner wie die Thompson Twins gut fand. So etwas in der Art, daß man im Innersten voll systemkritisch "So perhaps I should leave here" mit dem Wörterbuch übersetzt hat und das Ganze auf die DDR übertragen hat. War aber nicht so. In Wirklichkeit wollte man extrem unpraktikable Klamotten wie diese riesige Schirmmütze in den Modefarben mausgrau/himmelblau haben. Vermutlich um den toten Biber, den man sich nach dem Vorbild des Sängers auf den Kopf gelegt hat, zu verbergen.
Vielleicht konnte man auch nur seinen miserablen Englischunterricht leichter mit dieser Band aufpolieren, da man hier, im Gegensatz zu meinetwegen den Ramones oder Sex Pistols, beim dritten Mal Anhören den Text zusammenhatte. Wer weiß. Auf jeden Fall, wichtig in jener Zeit der pubertären Körperunsicherheit, waren die Thompson Twins nicht so grottenhäßlich wie A Flock of Seagulls.



YouTube Direktklammern

Von ganz anderem Kaliber waren die Eurythmics. Eine meine ersten aus Ungarn mitgebrachten Platten war Sweet Dreams (Are Made of This) und der androgynen Ausstrahlung von Annie Lennox bin ich auch in den weiteren Jahren gerne erlegen. Natürlich vor allem heimlich, mein Indie-Umfeld hatte andere Präferenzen und beäugte das britische Duo vor allem argwöhnisch wegen deren kommerziellen Erfolgen.
Ein Lied, das bei mir immer noch seine Wirkung wie damals entfaltet, ist You have placed a chill in my heart. Ein Bekannter beknurrte die Ausstrahlung des Videos damals mit "Jetzt kann schon jeder Junkie als Musiker ins Fernsehen kommen." Muss sicherlich nicht dazu gesagt werden, daß er eine famose Karriere als Traktorist hinter sich hatte. Vor sich übrigens auch. Essentiell beim Video ist jedenfalls, daß Annie Lennox nicht nur den abgewrackten Look von Joy Division anfangs imitiert, sondern am Ende auch die hysterische Hausfrau mimt. Einer meiner Allzeitfavoriten, den sie in Beethoven noch ausbaut. Was sie wohl heute macht? Lieber nicht nachsehen. Stattdessen: Halten Sie sich jetzt an Ihren Liebsten fest!


YouTube Direktjunkie

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Mittwoch, 23. April 2008
Nein. "She" ist nicht Nelly, The Elephant. Trotzdem jetzt alle:

oooooooooooooooooo....



YouTube Direktpogo

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