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Mir ist eben zum ersten Mal bewußt geworden, in welch kurzem Zeitraum der institutionalisierte Faschismus gewütet hat. Klar, zwölf Jahre, lernt jeder in der Schule. Aber wenn man bedenkt, welche Verheerungen er europaweit in einer Zeitspanne angerichtet hat, die nur ein Bruchteil meines Lebens darstellt, dann erahnt man, mit welcher Tsunamiwirkung gesellschaftliche Prozesse über die Erde fegen können.

Ich brauche erst mal ein wenig Zeit, um das Grauen niederzukämpfen.

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conma, Mittwoch, 30. September 2009, 15:08
Kleine Anmerkung, auch wenn es nichts mit dem Nazi-Regime zu tun hatte:
Die DDR existierte 40 Jahre, also mehr als dreimal länger. Die Sowjetunion gab es mehr als 70 Jahre, die haben also wenigstens das Rentenalter (auch nach heutiger Berechnung) erreicht.

tschill, Mittwoch, 30. September 2009, 18:53
Mein Ansatz geht in eine andere Richtung. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Faschismus hat man das subjektive Empfinden, dies hätte ewig gedauert. Quasi doch das Tausendjährige. Mir ist heute emotional bewußt geworden, wie kurzlebig (in geschichtlichen Dimensionen), das NS-Regime war; in welch kurzer Zeit sich diese dramatischen Veränderungen vollzogen. Das hat meinen Glauben in stabile gesellschaftliche Bedingungen so erschüttert. Es hat sich mir heute emotional erschlossen, was mir rational nach der Lektüre von Hannah Arendts Eichmann in Jerusalem klar war: Wir leben auf einer sehr brüchigen Schicht namens Zivilisation.